Geheilt sein!?


Ich hatte ein superspannendes und wertvolles Gespräch, in dem es um Geheilt sein ging.
Was heißt das? Im Lexikon lautet die Definition: Geheilt sein ist der Zustand nach der Überwindung einer negativen Phase, in der die Beschwerden abklingen und der körperliche sowie der seelische Zustand sich wieder normalisieren.
Ok… Das muss ich erst mal sacken lassen.
Eine negative Phase überwinden. Da komme ich noch mit. Aber, was bitte ist ein normaler Zustand? Ein Zustand, in dem der Mensch wieder funktioniert und sowohl in der Welt wie mit der Welt wieder zu recht kommt?
Ich denke, wenn man in dieser Welt, wie sie sich jetzt gerade zeigt, zu Recht kommt, muss man eigentlich krank sein oder werden. Denn das ist das, was gerade passiert. Immer mehr Menschen erkranken und kommen mit den Bedingungen dieser Welt nicht mehr klar, weil die Bedingungen krank machen. Burnout, Depressionen, Krebserkrankungen, Rückenleiden etc. Die Liste ist lang. Die nächste Frage, die sich mir stellt, was ist denn bitte schön gesund oder was bedeutet Gesundheit? Ist das das für mich der Zustand, in dem alles glatt läuft, mein Körper funktioniert, ich selbst funktioniere und ich keinen Mangel an irgendetwas verspüre. Mal abgesehen davon, dass viele Menschen, sich dem Fühlen verweigern aus vielerlei mehr oder weniger Sinn machenden Gründen.
Menschen, die schon frühkindliche Störungen oder Traumata erlitten haben oder die mit körperlichen oder geistigen Handicaps auf die Welt gekommen sind, sind schon mal komplett ausgeschlossen. Denn für sie ist ein Zustand normal, der von der Norm (wenn Norm, die Mehrheit der Menschen meint) abweicht.
Jeder Mensch lebt in seiner Welt. Die eine Welt gibt es nicht. Es gibt Perspektiven auf die Welt der vielfältigsten Arten und Weisen. Ist dann nicht Gesundheit und Heilung eine persönliche Sicht, Definition und Arbeit.
Niemand kann eine Welt allein ändern. Wir alle schon. Das würde aber einen Konsens erfordern, der definiert, wie die Welt denn sein soll.
Letztendlich ist das Gesund sein oder werden eine persönliche Definition und Herausforderung. Egal auf welcher Ebene, wir sind die, die entscheiden, was für uns persönlich gesund sein heißt und bedeutet. Wir sind die, die sich dafür Bewegen und Positionieren dürfen und können.
Was brauche ich, um mich in mir und mit mir gut zu fühlen? Was kann ich dafür selbst tun?
Wie kann ich in meinem Umfeld zu recht kommen? Was brauche ich, um in meinem Umfeld klarzukommen? Ist die Anpassung an das Umfeld ein für mich gut Strategie oder ist der Wechsel des Umfeldes eine?
Vielleicht hat der eine oder andere schon alle Strategien ausgeschöpft und es bleibt nur noch das Annehmen und das Aussöhnen mit dem, was wir sind, leisten und getan haben. Innerer Frieden ist dann die Erlösung oder die Heilung von mir selbst.
Denn oft genug leiden wir an unseren Anforderungen, Erwartungen und Bewertungen von uns selbst an uns selbst. Die gute Nachricht dabei ist, dies haben wir in der Hand und können wir verändern. Dabei können wir uns Unterstützung holen, denn dafür braucht es möglicherweise eine Veränderung der Sichtweise, der Perspektive. Dabei können TherapeutenInnen, spirituelle LehrerInnen oder einfach nur andere Menschen, die bereit sind sich mit uns auseinanderzusetzen und uns ihre Sicht der Dinge als Option und Persepektivwechsel anbieten, helfen und unterstützen.
Ich empfinde großen Dank für meine liebsten Menschen, dass sie mir immer wieder aufzeigen, dass ich auch etwas so sehen und benennen kann. Das sie mich ergänzen und erweitern. Das wünsche ich jedem Menschen. Ernsthafte Erweiterung mit Liebe und Selbstliebe als Haltung!



Etwas persönliches… auf ein Wort!

Das Jahr 2023 geht zu ende.
Ich weiß nicht wie euer Jahr so war?! Wenn es der allgemeinen Energie gefolgt ist, war es kein leichtes.
Meines war alles andere als leicht. Ich habe mich besonderen Herausforderungen stellen dürfen. In diesem Zusammenhang möchte ich nicht von Meistern oder Versagen sprechen, denn die Bewertungen sind nicht hilfreich. Ich habe Angst, Verzweiflung und Traurigkeit gespürt in einem Ausmaß wie noch nie zuvor. Atmen und loslassen war oft einzig das, was sich tun konnte. Hinnehmen und akzeptieren, meinen Glauben stärken und nicht wanken, dass es immer einen Weg gibt, dass ich gestalten kann, was mich erreicht. Wieder gab es eine Notwendigkeit, die Not in etwas Gutes zu wenden. Es brauchte Mut und es lehrte mich eine neue Dimension von Demut und Dankbarkeit.
Und am Ende diesen Jahres angekommen, nicht am Ende eines Prozesses, wünsche ich mir, dass alles was mir begegnete und begegnen wird, dass alles was ich erfahren durfte und darf, dazu führt, dass ich weniger urteile, beurteile und verurteile, dass ich mehr verstehe, milder, fried- und liebevoller werde.
Und das ist etwas, dass ich uns allen wünsche. Ich tu dies in der Hoffnung, dass diese Welt bei diesen derzeitigen Herausforderungen nicht bitter und zu einem dunklen Ort wird. Sondern sich zum Trotz allem zu einem lebens- und liebenswerten friedvollen Platz entwickelt.
In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Weihnachtsfest oder Feiertage und einen guten hoffnungsvollen Start in das Jahr 2024!

Wir leiden immer an uns selbst,

an unseren negativen Gedanken, an unserem Mangel, an einem geringen Selbstbild, an unserem inneren Kritiker, an unserem inneren Perfektionisten. Die Liste ließe sich noch beliebig lang fortsetzen. Genannt sei hier nur noch, weil unerlässlich, das weite Feld von Glaubensätzen. Die gute Nachricht, das können wir auch alles selbst wieder heilen. Wir sind unsere eigene Lösung.
Es sei denn, wir gehören in die Abteilung der Ignoranten oder der „immer sind die anderen schuld“ – Fraktion. Bei diesen Menschen bin ich mir nicht so sicher, dass sie sich selbst heilen können, ist doch ihr Abwehrmechanismus, die Verleugnung und die Verschiebung.
Für eine Gesellschaft, die nicht Fehlerfreundlich ist, braucht es Sündenböcke. Die anderen, die wegen denen alles so falsch läuft, denen man die Schuld geben kann, die nicht ins Bild passen und es stören. Die allen, was weg nehmen, die die man zu Gunsten, von wir sind die Besseren ausgrenzen kann. Diese Ignoranten von Differenzierung haben aber auch mein tief und ehrlich empfundenes Mitgefühlt. Denn ihr Schmerz muss groß sein, wenn sie sich selbst, in ehrlicher Selbstreflektion, nicht begegnen können. Sie werden für jeden anderen Menschen zum Lehrmeister in Mitgefühl, Geduld und ein Entwicklungshelfer für ihre Selbstliebe. Sie stellen sich für alle anderen zur Verfügung, die lernen und heilen wollen ohne selbst in den Genuss zu kommen, Heilung und inneren Frieden finden zu können. Diese Menschen kämpfen und kämpfen. Was sie benötigen ist Liebe und angenommen sein. Doch, das können sie in den meisten Fällen nicht annehmen. Das ist sehr hart und elend. Solche Menschen brauchen Mitgefühl und vielleicht finden sie dann auch allmählich einen Weg um zu heilen und über sich hinaus zu wachsen in Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit. Ich mag einfach nicht Glauben, dass es nicht für alle Menschen Hoffnung gibt. Ich mag nicht hoffnungslos leben. Diesen Beitrag möchte ich mit einem Zitat aus einem Lied von Klaus Hoffmann beenden. …
„….Und wie von selbst wird alles in dir warm
Und ruhig bist du, liegst in deinem Arm
Die Mauer ist zerbrochen, die Mauer ist entzwei
Und wo sonst nur die Angst war,
Ist das Kind auf einmal vogelfrei
Mein Weg ist mein Weg ist mein Weg
Und kein Schritt führt mich jemals mehr zurück
Mein Weg ist mein Weg ist mein Weg
Mit Schatten und mit Tränen
Mit Lachen und mit Glück
Mein Weg ist mein ureigener Weg
Mein Weg ist mein ureigener Weg…“

Ich – Mensch

Allen akzeptierten Regeln und Ethikprinzipien, die ich durchaus für mich akzeptiere, zum Trotz, ich bin ein Mensch. Und alles, was ich tun kann, ist mich gewissenhaft entwickeln und nach ihnen streben. Ich habe allerdings auch eine Führsorgepflicht und Verantwortung für mich und mein Leben. Deshalb muss ich mich im Kontakt nicht zu Gunsten von Regeln und Normen unterordnen, nur einordnen. Ich muss nicht besser sein als mein Gegenüber. Es ist nicht nötig moralische Überlegenheit anzustreben. Demut ist genau das für mich, nicht über den Dingen und dem Menschen stehen, sondern im Kontext des Möglichen mein möglichstes tun. Das „Sein“ benötigt kein „Überlegen-sein“ nur Angemessenheit. Angemessenheit im Sinne von richtiger Zusammensetzung oder von Balance. Nicht mehr und nicht weniger als das, was ich gerade kann. Den nächsten Lieben wie dich selbst. Was bedeutet meine / deine Selbstliebe ist, mein/dein Maß.

Utopia

Das Verbiegen für eine Zugehörigkeit darf aufhören. Es kann doch nicht sein, dass eine Gesellschaft bestimmt, wer und wie und mit was sich ein Mensch einbringen darf. Es kann doch nicht sein, das Mitglieder gegeneinander ausgespielt und aufgehetzt werden.
Wann geschieht es endlich, dass eine Gesellschaft zulässt, dass das Individuum sich seinen Talenten und Neigungen gemäß entwickeln und entfalten darf. Damit es sich anschließend mit diesen einbringen kann.
Eine Gesellschaft funktioniert nur, wenn sich ihre Mitglieder ihr Verpflichten. Unter Verpflichten verstehe ich, etwas einbringen in die Gemeinschaft. Denn wenn, alle immer nur etwas von der Gesellschaft nehmen, löst sie sich auf.
Im Bild gesprochen, ein Gemälde besteht aus vielen Farben. Jede Farbe für sich ist individuell. Aber nur zusammen ergeben sie ein Bild. Will keine Farbe mehr auf das Bild, dann gibt es kein Bild mehr. Genau das Gleiche passiert, wenn eine Farbe zu dominieren beginnt. Auch dann gibt es kein Bild mehr.
Eine Gesellschaft gedeiht auf dem guten Boden der Vielfältigkeit, der Toleranz und der Stetigkeit von Entwicklungen.

Das ganze Universum ist in Bewegung, Du auch?

Das ganze Universum ist in Bewegung. Nichts ist wirklich statisch.
Gehst du mit? Geh mit! Dreh dich mit!
Bleib flexibel im Denken und im Tun.
Du kannst keine Liebe und keinen Menschen festhalten.
Du kannst mit ihnen gehen. Sie mitgehen lassen oder besser noch zusammen mit ihnen
einen Weg finden. Denn, wenn zwei das Gleiche empfinden und sich über ein Ziel einig sind,
wie kann es dann nicht gelingen?
Deine Orientierung bringt dich dahin, wo du bist und hin möchtest.

Wege

Zuerst folgen wir dem linearen Denken. Wenn…Dann (kausal).
Dann stellen wir fest, wir erreichen unser Ziel nicht. Weil, Ursache/Aktion und Wirkung/Reaktion zwar verbunden sind. Aber das Ergebnis mit dem Input nicht zwangsweise verbunden ist.

Dann folgen wir dem „Warum“. Fehlersuche und Optimierung setzen ein. Das aktiviert die Schuld und Unschuld-Achse. Täter, Macht/ Opfer, Ohnmacht. Der Weg ist nötig, wie jeder Weg nötig und nicht abwendbar ist. Er funktioniert auch nur bedingt, wenn es um das Erreichen eines Zieles geht. Letztlich endet er oft in Selbstzerfleischung, wenn man da keine gute Grenze zieht.

Wenn dieser Punkt des Erkennens und Verstehens erreicht ist, tut sich der nächste Entwicklungsschritt auf. Der lautet Annehmen und Anerkennen. So ist es. So ist es gerade und so ist es im Moment gut. Aber wir bleiben an unserem Ziel orientiert und leiten die nächsten Schritte ein, von denen wir glauben, dass sie uns zu etwas Besserem führen. Und es wird besser.

So entsteht ganz allmählich Weisheit, die in Achtsamkeit und Dankbarkeit für unseren Weg gegründet ist.
Es entsteht ein Verzeihen, vor allen Dingen sich selbst, eine Zärtlichkeit für das Leben und den eigenen Lebensweg.
Die Einsicht ermöglicht uns zu erkennen, dass die meisten Menschen sich anstrengen und bemühen, ihr Leben zu leben und die Herausforderungen des Lebens Best möglich, zu meistern. Je nach Möglichkeit, Fokus, Sicht und Wahrheit.
Aho! So sei es.