20180808_122835

Frohes neues Jahr 2025

Schon wieder neigt sich ein Jahr seinem Ende entgegen. War es ein lehrreiches Jahr, anstrengend oder ging es leicht und wohlwollend mit uns um? War es voller Leben und Lebenslust oder mussten wir mit Verlusten umgehen? War der Prozess anstrengend? Hatten wir Hoffnung? Oder war es sehr schlimm?
Mein Leben und seine Lernaufgaben waren seit Ende August 2022 ein Prozess des Lernens, des Loslassens, eine gnadenlose Selbstkonfrontation, in der ich immer wieder auf meinen inneren Spielplatz landete und mich hinterfragen durfte. Oft sehr schmerzhaft. Aber nie ohne Hoffnung, nie ohne ein tiefes berührt sein von Liebe und nie ohne wahrhaft gefühlte Dankbarkeit. Dankbarkeit für wirklich gute Freund*innen (oder wie schreibt man das korrekt? Ich habe den Durchblick verloren.) . Dankbarkeit für meine Ahnen, die sich immer angestrengt haben, um für die nachfolgende Generation das Beste zu ermöglichen. Dankbarkeit mir selbst gegenüber, dass ich es schaffe an Liebe, Licht und Lust festzuhalten, statt verbittert zu werden. Das ich es schaffe Disziplin, Härte, Loslassen, Erkenntnis, Handeln, Liebe, Dankbarkeit und Freude in Balance zu bringen und zu handeln, wo es zu handeln gilt und zu warten wo ich warten sollte. Ich begegnete meiner Angst und lies nicht zu, dass sie mich erstarren oder zu schlagen lies. Und ich vermute, ich werde ihr noch häufiger begegnen. Aber ich werde nicht Ruhen und weiterhin das für mich richtige Mischungsverhältnis und den richtigen Ausdruck zu finden. Ich bin froh, glücklich und dankbar für alle Erfahrungen und Erkenntnisse. Und insbesondere bin ich für die Seelen dankbar, die den Mut hatten mich unangenehmes zu lehren und für dich, die mich mit ihrer Liebe und Weisheit umarmt haben, als ich selbst vor Schmerz es nicht mehr für mich selbst tun konnte. Denn manchmal dürfen wir Gnade erleben und sind auf solche angewiesen.
Möge das neue Jahr uns neue Möglichkeiten eröffnen, uns küssen und sanft lehren, was uns an Wissen und Erkenntnis noch fehlt.
Ich wünsche uns allen Hoffnung, Weisheit, Gnade und Lebensfreude!

Die Mäßigkeit

Der Advent beginnt. Eine friedvolle Zeit?! Eine um Frieden zu machen oder zu finden.
Aber wie? Vielleicht hilft es das Lebenstempo zu reduzieren. Sich auf sich selbst zu besinnen und auf das, was wichtig ist. Loslassen, was nicht zu ändern ist. Erkennen das ein jeder Opfer und Täter gleichermaßen ist und das am Ende nur zählt, was wir lernen, kultivieren und daraus machen.
Das Leben fordert uns auf einer persönlichen Ebene heraus und die gesamtgesellschaftliche Ebene tut ihres dazu. Wird es Lösungen geben? Ja, die wird es geben. Werden diese Lösungen allen gefallen? Nein. Reden wir miteinander, hören einander zu! Versuchen wir mal mit anderen Ohren zu zu hören, als immer mit der vor eingestellten, erlernten „Werkseinstellung“. Es hilft mit Empathie hinzuhören, statt mit Erwartungen.
Wir können unsere Gegenüber nicht ändern, aber uns selbst. Wir sollten nicht mit Forderungen und Erwartungen argumentieren, nicht weg laufen, sondern mit verstehen, sich selbst und den anderen. Jeder sollte an seinem inneren „Schweinehund“ arbeiten. Sich selbst zusammen setzen, sich selbst erfüllen, manchmal auch die Zähne zusammen beißen und sich selbst gegen die eigenen Ängste und Sorgen durcharbeiten und sich das Ziel vor Augen halten. Die Erwartungshaltung, dass uns jemand zu unseren Zielen hinträgt, ist falsch. Wir müssen selber an uns arbeiten.
Dann wird Frieden möglich. Weil jeder für sich und sein wollen die Verantwortung übernimmt und darauf achtet es sich selbst zu erarbeiten und nicht andere zu nötigen oder ihnen etwas weg zu nehmen.
Wir müssen erkennen, was unser ist und was nicht. Was uns angemessen ist und was nicht. Oder auch wie wir uns entwickeln möchten und wie wir diese Entwicklung ermöglichen können, mit unserer Arbeit an uns. Einfach aus gedrückt: „Fasse dich an deine eigene Nase!“ Mäßigung ist das Zauberwort. Auf die Mischung kommt es an. Maß nehmen, bemessen, mischen und werden lassen. Dann entsteht Gold. Lebenswertes. Im Dialog mit sich und dem Gegenüber. Flexibel, differenziert, mitfühlend, statt hart, vereinfachend und verschlossen.
Möge der Friede in uns und im Außen entstehen.
Es gibt ein Gleichnis, da sitzen Menschen an einem festlich und reich gedeckten Tisch. Niemand müsste Hungern, wenn man verstehen würde, wie das Besteck zu nutzen ist. Statt sich die überlangen Löffel selbst in den Mund zu stecken, was nur bedingt klappt, den anderen den Löffel zu reichen und selbst den Löffel gereicht zu bekommen.
Frieden.

Menschlichkeit

Jeder von uns wurde durch seine Eltern in ein System hineingeboren. Dort lernen wir Lebensentwürfe, Verhaltensmuster und Strategien, die uns das Überleben oder in der heutigen Zeit eine Teilhabe an der Gesellschaft sichern sollen. Wir dürfen und sollen aber wachsen und uns entwickeln.
Es stellt sich doch die Frage, was nimmst du von diesem Erbe mit in dein Leben. Sicher, es gibt Momente im Leben da fühlt man sich eingepackt in ein System, dass einen nicht frei lässt und das sind Momente in denen wir uns den Automatismen unseres Gehirns hingeben. Statt was anderes zu entscheiden.
Es stimmt ein System ist stark und beherrschend. Das stimmt aber nicht absolut. Jeder von uns kann sich als ein Individuum betrachten und sich entscheiden eines zu sein. Was nichts anderes bedeutet, als die Verantwortung für sein sein und sein wollen zu übernehmen. Wir alle besitzen die Freiheit uns selbst zu bestimmen und das zu erkennen ist der wichtigste Schritt in jedem Leben.
Das ist das, was mich auf eine bessere Welt hoffen lässt.

Freiheit

Freiheit bedeutet vielleicht, sich unabhängig machen von Bedingungen.
Es bedeutet vielleicht findig sein. Lösungen finden. Fixierungen lösen.
Keine Schulden haben. Nicht, dem immer mehr, auf keiner Ebene, hinterherlaufen.
Sich eben nicht einrichten, sondern sich ausrichten.
Was ist wirklich wichtig?
Angst loslassen ohne unvorsichtig zu sein. Die positiven Möglichkeiten und Entwicklungen zu erwarten, statt die Fehlschläge. Aufstehen und Lernen.

Vergänglichkeit

Wenn wir nicht zu unserer Lebenszeit, die schönen und wertvollen Momente und Dinge miteinander teilen, sind sie am Ende unseres Lebens nichts mehr wert. Sie gehen verloren.
Ich trauere darum, dass ich so viel von dem, was meinen Eltern wichtig war, nicht erhalten konnte. Gleichzeitig bin ich dankbar für die geteilte Zeit und was ich von ihnen lernen durfte.
Ich weiß, dass auf einer höheren Bewusstseinsebene nichts verloren geht.
Hier auf dieser Erde, bleibt die Veränderung und das Abschied nehmen, ein ständiger Begleiter und eine prägende Erfahrung.
Wir reden aktuell in dieser Zeit oft von Nachhaltigkeit. Was aber bleibt?
Die Erinnerung, die eine Generation mit der nächsten verbindet, bis das diese Erinnerungen in ein Unterbewusstsein absinken und unerkannt weiter wirken.
Bewusst erleben, leben und wieder bewusst machen, damit es heilen kann. Ist vielleicht der einzige Weg, wie wir in Zeiten der Konfrontation mit der Vergänglichkeit, mit ihr umgehen können. Je, näher wir der eigenen Vergänglichkeit entgegengehen, rückt die Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit immer näher. Es gibt keine Zeit mehr zu verschenken und gleichzeitig ist sie und die Liebe, dass einzige, was wir wirklich weitergeben und verschenken können.
Was sind die Lehren deiner Ahnen und was möchtest du weitergeben?
Lass dir zu diesem Thema, die Karten legen oder lerne dich mit uralten schamanischen Techniken, dich mit deiner Kraft und damit auch dich mit deinen Ahnen zu verbinden. Denn wir sind mit allen verbunden und alles ist mit uns verbunden.

Wege

Manchmal kommt mir das Leben vor, wie ein einziger langer Wanderweg. Als Kinder gehen wir einfach los. Wir sind mit dem Gehen und dem Lernen des Gehens beschäftigt. Wir fallen und stehen wieder auf, beginnen von vorne und starten einen neuen Versuch. Diese Fähigkeit, Dinge um ihrer selbst willen zu tun und es einfach immer wieder zu versuchen, geht ganz oft im Laufe des Lebens verloren.
Die Routine beginnt die Macht über uns zu ergreifen. Damit oft verbunden, die Angst vor dem Ungewissen, dem Schmerz, die Vermeidung des Schmerzes. Wir stehen auf, gehen los und sehen nicht mehr, was um uns herum ist. Wir haben den Blick für das, was am Wegrand wächst oder für die Aussicht, verloren. Es geht nicht mehr um das Gehen an und für sich und auch nicht um das Wahrnehmen von dem was uns umgibt, es zählt nur noch das Ankommen an das Etappenziel und manchmal sehen und fühlen wir nichts mehr, sondern tun einfach nur noch.
Manchmal stelle ich mir vor, ich gehe einfach los, genieße jeden bummeligen Schritt, schau rechts und schaue links und erlebe was um mich herum ist. Ich nehme meine Schritte wahr. Genieße die Kraft und die Fähigkeiten meines Körpers und dann wieder genieße ich die Aussicht. Mir wird klar, es gibt keinen Schritt zurück, nur den nächsten nach vorne. Nichts erleben wir zweimal. Nur unser Umgang, unsere Sichtweise, unsere Routine, lässt uns immer wieder das gleiche erleben. Unsere Fokussierung an für sich oder die Fokussierung auf unser Ziel lässt uns blind für das Leben und seine Möglichkeiten werden. Wir haben die Grenzen in uns nicht im außen. Die Wahrnehmung, das Tun, den Mut zur Begegnung, sich berühren lassen und die Liebe machen die Fülle eines Lebens aus und dazu müssen wir nur losgehen, kein Ziel erreichen.

Gebrochener Lebenslauf oder gelungenes Leben

Wer ist denn diese Macht, die beurteilt, dass wir gescheitert sind? Wer beurteilt unsere Lebensleistung? Und wer setzt die Standards fest, nach denen wir beurteilt und verurteilt werden?
Im Grundgesetzt wird die Würde des Menschen festgesetzt in der Bibel unsere Ethik.
Gebrochenen Lebenslauf, gescheiterte Lebensentwürfe, nichts gelernt, keine Karriere gemacht, nicht viel Geld verdient, Kinder haben einen Knacks, nicht erfolgreich, gescheitert und falsche Entscheidungen getroffen.
Man könnte aber auch sagen: Hat geliebt und hat weiter geliebt. Hat Erfahrungen gemacht. Ist nach Schicksalsschlägen wieder aufgestanden und sie gestaltet. Hat was riskiert, um seine Träume zu leben. Hat sein bestes gegeben. War teil von etwas. Hat gelebt und erlebt. Hat niemandem geschadet. Hat nicht aufgegeben, zu glauben, zu hoffen und zu lieben.
Warum werden Menschen an ihrem Status gemessen. Mein Haus, mein Auto, mein Motorrad, meine Frau, meine Kinder, mein Urlaub (und oft in dieser Reihenfolge).
Warum nicht nach ihren Fähigkeiten. Sie haben geliebt, gelebt und die Welt oder einfach nur den Platz an dem sie leben, zu einem besseren Ort gemacht. Sie waren menschlich, mitfühlend und hilfsbereit.
Wer bestimmt wo nach wir leben?

Übers Wasser gehen

Als Jesus über das Wasser ging, hat er uns gezeigt, dass wir getragen von unseren Emotionen (Wasser steht für die Emotionen und Gefühle.) durchs Leben gehen sollen. Aber auch, dass wir uns nicht von ihnen verschlingen lassen sollen und eben nicht in ihnen versinken sollen.
Ich bin im Einklang und im Frieden mit mir selbst.
Und der erste Schritt dazu ist mir selbst zu vergeben.
Ich vergebe mir, dass ich bin wie ich bin.
…dass ich geliebt habe, wie ich geliebt habe…
… das ich gehofft und gewünscht habe, was ich gehofft und gewünscht habe…
Ich vergebe mir, das ich bin wie ich bin.
…und getan habe, wie ich es getan habe..
…und ich nicht gekonnt, wie ich es nicht gekonnt habe…
Ich vergebe mir, dass ich bin wie ich bin.

bst

Von Außen nach Innen

Vom Kampf und inneren Frieden
Niemals gehört ein Kampf im Außen gekämpft. Er gehört nach innen und dort gelöst oder erlöst. Denn es ist Leid und Angst, die den Kampf auslösen. Dort wird nicht gegen jemand oder etwas gekämpft, sondern für dich und für eine Lösung, Erlösung oder Heilung. Frieden beginnt auch immer in uns selbst. Mit dem Prozess des Annehmens und des Vergebens. Bist du in deinem inneren nicht friedlich, kann es das außen auch nicht sein.
Schein und Sein im Gleichgewicht löst den inneren Frieden aus.
Streck dich nach dem, was du sein möchtest. Bilde deinen Charakter genauso wie deine Eigenschaften und Fähigkeiten. Übernimm Verantwortung für dich und deinem Sein. Es ist in Ordnung mit dem Schein zu beginnen. Das ist so, wie wenn man in etwas hineinwachsen möchte, was einem noch nicht passt.
Bösartig wird es, wenn man absichtlich blendet und sich damit bereichert und Vorteile verschafft. Anders ausgedrückt es führt zu nichts Friedlichem.
Doch Achtung es hilft nicht in Schuld und Sühne zu denken. Es hilft auch nicht einen Gedanken oder einzelne Worte zu stigmatisieren oder gar zu tabuisieren. Es geht darum eine innere Haltung zu kultivieren und zu seiner menschlich besten Version von sich selbst zu werden. Diese Haltung sollte von Respekt, Achtung und Mitgefühl für sich selbst, aber auch für jeden anderen Menschen erfüllt sein. Dazu müssen wir aber durch unseren Mangel und unsere Angst gehen dürfen. Dafür müssen wir reden und denken dürfen, wie sonst können wir uns selbst auf die Schliche kommen und uns in unserem Leid annehmen können. Jedes ausschließen und ausgrenzen führt zu Leid. Ansehen, da sein lassen und annehmen, ohne zu verurteilen führt zu Heilung.
Dabei sind das Sehen und Annehmen unseres Leids eine Erklärung für unser Handeln, aber niemals eine Rechtfertigung für Leid, das wir damit auslösen.
Natürlich gibt es Grenzen. Ein Leben zu nehmen, zu zerstören oder Leid zu zufügen ist eine Grenze. Lässt sich eine solche Grenzüberschreitung vermeiden? Ich weiß es nicht, aber ich hoffe es. Zumindest muss sich unsere Orientierung und unser Umgang miteinander ändern. Es sollte in die Richtung von Wiedergutmachung und Leidminimierung gehen. Reden, zuhören und Lösungen suchen, jenseits von Wertung, aber doch einer Ethik der Menschlichkeit verpflichtet. Das fängt schon bei der Erziehung an. Kindern einen sinnvollen Umgang mit Aggression vermitteln und nicht sie zu verleugnen. Bildung, Mitgefühl und Zufriedenheit sollten Ziel einer Erziehung sein. Liebe heißt nicht, ich setze keine Grenzen, sondern ich setze sie liebevoll. Es ist nicht wahr, dass alles möglich ist und es keine Grenzen gibt. Es gibt Grenzen. Wir leben nicht ewig, zurzeit erleben wir, dass auch nicht alle Ressourcen unbegrenzt von der Erde zur Verfügung gestellt werden. Wir können eine Menge lernen, wir können eine Menge leisten, aber wir wissen niemals alles und auch unsere Leistung hat Grenzen. Und wo der andere Mensch ist, begegnen wir uns an einer Grenze. Miteinander reden, zuhören und gemeinsame Lösungen schaffen, statt zu vernichten oder sich gegenseitig etwas wegzunehmen, schafft eine lebenswerte Welt. Jeder Mensch wird sich seiner endlichen Existenz stellen müssen, dem Umgang mit einer Grenze, dem Hinfallen und dem Aufstehen. Verantwortung für sich, dem eigenen Wollen und sein zu übernehmen ist das entscheidende Werkzeug dazu.

RIP

Heute ist ein wichtiger Teil von mir verstorben. Völlig erschöpft, entkräftet und verausgabt. Sie hat gekämpft, gelernt, reflektiert, sie hat verloren, ist wieder aufgestanden und hat es nochmal und nochmal und nochmal versucht, immer anders und doch gleich, jemanden zu finden, der sie liebt, der auf das, was sie sagt, sich wünscht was gibt, der findet sie sei wertvoll. Dazugehören wollte sie. Eine Freundin, einen Mann, eine Gruppe wollte sie finden. Für immer, dauerhaft. Dafür hat sie sich angestrengt. Es gab Highlights, es gab Schmerz, viel zu lernen, viel Weisheit und viel Mitgefühl. Beim letzten Versuch hat ihr Herz aufgehört zu schlagen, vor lauter Schmerz und Überanstrengung.
Ruhe in Frieden. Jetzt ist die Zeit des Abschieds gekommen. Ich habe verstanden, was du mich gelehrt hast, wieder und wieder. Die letzten Meter meines Lebens schaffe ich nun ohne Dich. Danke für alles. Ich habe gelernt, was du mich gelehrt hast, Selbstliebe. Heute beginnt etwas Neues.
Ich möchte noch meine Kinder grüßen, alle Kinder und ich weiß, sie schaffen es schon soviel besser als ich, sich selbst zu lieben. Denn niemand habe ich mehr geliebt als sie.